Küche und kulturelles Umfeld
Ihre Ureinwohner waren die Arawak, Indianer von sanfter, friedlicher Wesensart. Sie wurden von den kriegerischen Stämmen der Kariben verdrängt, die aus dem nördlichen Südamerika auf die Inseln kamen und eine nach der anderen eroberten. Nach der Entdeckung der Inselgruppe durch Christoph Columbus im Jahre 1492 begann die Eroberung durch die Europäer und damit das Ende für die indianische Bevölkerung. Spanier, Franzosen, Briten und Holländer stritten um die Vormachtstellung auf den Antillen oder Westindischen Inseln, wie die karibischen Inseln auch genannt werden. Die Herren wechselten, doch eines brachten sie alle: die Sklaverei. Zuerst ließen die europäischen Pflanzer indianische Ureinwohner auf den Plantagen arbeiten. Als das nicht nach ihren Wünschen funktionierte, wurden Massen an afrikanischen Sklaven auf die Inseln gebracht. Nach Abschaffung der Sklaverei in den Jahren 1836 bis 1848 kamen für die Arbeit auf den Plantagen Inder und Chinesen auf die Inseln.
Auch sie blieben, und so ist die Bevölkerung heute ein buntes Gemisch all dieser Volksgruppen mit einer eigenen kulturellen Identität. Die Menschen sind selbstbewusst, sehr freundlich, rassistische Vorurteile gibt es nicht. Jede Insel für sich ist faszinierend und einzigartig und die unterschiedliche Entwicklung ein Spiegel der ehemaligen Herren im fernen Europa.
So vielfältig wie die Geschichte präsentiert sich die karibische Küche, die man auch die kreolische nennt, was soviel bedeutet wie "vermischt, von den Inseln stammend". Die Vegetation und damit der Reichtum an Früchten, Gewürzen, Gemüsen und essbaren Wurzeln ist überwältigend. Hinzu kommen die Köstlichkeiten des Meeres. Auch wenn Arbeitslosigkeit und Armut groß sind, so muss doch niemand hungern, weil vieles den Menschen zuwächst. Ob sie auch deshalb so fröhlich und unbekümmert sind, so gern lachen und tanzen? Man fühlt sich wohl in ihrer Gesellschaft. Etwas von dieser Gelassenheit springt über, das Dasein verliert an Schwere.
Die karibische Küche ist eine Mischküche. Sie bedeutet leichte Rezepte, köstliche Aromen, marinierte Fleisch- und Fischgerichte und erfrischende Fruchtigkeit. Jede Insel hat ihre eigenen Rezepte und Vorlieben.
Die indianischen Ureinwohner ernährten sich von Mais, Cassave, Süßkartoffeln, Bohnen und Paprika, von Guaven, Ananas und Mangos, von Fischen und Wild.
Von den Europäern kamen Mehl, Fleisch, Öl, Essig, Wein, andere Obst- und Gemüsesorten sowie die entsprechenden Rezepte dazu.
Die afrikanischen Sklaven entwickelten einen ganz eigenen Kochstil. Sie bauten die bei ihnen beliebten Produkte an wie Straucherbsen, Okraschoten, Yams und Taro und waren im Würzen ihrer Speisen wahre Meister.
Durch die Inder und Chinesen kamen Curry-Gerichte, chinesische Gemüse und Nudeln auf die Inseln, und Reis gehört zu fast jedem Fleisch-, Fisch- oder Gemüsegericht.
Mit "Djamela", unserem Karibik-Sortiment, haben wir versucht, etwas von der Atmosphäre der Inseln, dieser "Leichtigkeit des Seins", überzubringen. Wir sind überzeugt, dass dies gelungen ist.